(12. März 2015) Im Rahmen eines Festakts hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner am 12. März 2015 in München 61 Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Bayerns ihre Anerkennungsurkunden für das EU-Förderprogramm LEADER überreicht. Der Landkreis Traunstein hatte sich Ende letzten Jahres mit drei unabhängigen LAG-Fördergebieten namentlich, Chiemgauer Alpen, Chiemgauer-Seenplatte und Traun-Alz-Salzach um die Teilnahme am erfolgreichen EU-Förderprogramm im Förderzeitraum 2014 – 2020 beworben. Allen Vertretern der drei Regionen Thomas Kamm (Chiemgauer Alpen), Sepp Reithmeier (Chiemgauer-Seenplatte) und Konrad Schupfner mit Hans-Jörg Birner (Traun-Alz-Salzach) sprach Brunner seine Anerkennung vor rund 150 geladenen Gästen im Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aus.

b_150_100_16777215_00_images_BILDER_LEADER-Bgm.jpg (v.l.n.r obere Reihe): Sebastian Wittmoser Leader-Manager, Hans-Jörg Birner BGM Kirchanschöring, Staatsminister Helmut Brunner, LAG-Manager Christian Fechter und Kolja Zimmermann (v.l.n.r untere Reihe) Bürgermeister und Vorsitzende der LAGen mit den Urkunden des Landwirtschaftsministeriums Thomas Kamm (LAG Chiemgauer Alpen), Konrad Schupfner (LAG Traun-Alz-Salzach), Stefan Neiber (LAG Berchtesgaden) und Sepp Reithmeier (LAG Chiemgauer-Seenplatte). Foto: Baumgart/StMELF

Bereits im ersten Auswahlschritt Ende Februar hatten alle drei Förderregionen des Landkreises Traunstein die positive Rückmeldung aus dem Ministerium erhalten. Dies war nicht unbedingt abzusehen – so LAG-Manager Kolja Zimmermann. Lokale Aktionsgruppen haben bayernweit die Größe ganzer Landkreise. Doch aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit bei der Ausarbeitung ihrer Lokalen Entwicklungsstrategien (LES) 2014, überzeugten die drei Strategien wie auch die regionale Aufteilung des Fördergebietes im Landkreis das unabhängige Experten-Gremium.

So war es gelungen, annähernd den ganzen Landkreis Traunstein und wesentliche Bereich der Nachbarlandkreise Altötting und Rosenheim für das LEADER-Programm zu gewinnen. Darüber hinaus gelang es drei in ihrer Größe ähnliche Fördergebiete auszuweisen. Während die Fördergebiete der bestehenden LAGen Chiemgauer Alpen und Chiemgauer-Seenplatte wiederholt am Programm teilnehmen und sich flächenmäßig deutlich vergrößerten, gelang es den nördlich gelegenen Gemeinden, die bisher nicht am Programm teilnahmen, eine ganz neue Förderkulisse im Voralpenland namentlich Traun-Alz-Salzach zu entwickeln.

In jeder dieser drei Regionen wird in den kommenden Monaten ein LAG-Management installiert, um die erfolgversprechenden Ideen aus den Lokalen Entwicklungsstrategien im EU-Förderzeitraum 2014-2020 zur Umsetzung zu bringen, so Minister Brunner. Entsprechend den Räumen Gebirge, See und Voralpenland wurden unterschiedliche Schwerpunkte gewählt, und verschiedene Entwicklungsansätze mit den Bürgern erarbeitet. Während vergleichbare Förderkulissen Bayerns für den Förderzeitraum 1 Mio. € Fördergelder zugesagt bekamen, stehen für die drei Regionen aus dem Chiemgau insgesamt also 3 Mio. € zur Verfügung.

Darüber hinaus bietet die flächendeckende Förderkulisse im ganzen Bereich Südostbayern hervorragende Bedingungen zur Umsetzung von Region übergreifenden Kooperationen von Rosenheim bis Berchtesgaden wie bspw. Maßnahmen im Tourismus, im sozial-kulturellen oder landwirtschaftlichen Bereich. Für die Zusammenarbeit zwischen Nachbar-LAGen, hält das Ministerium nämlich zusätzlich zu den drei Millionen Euro der einzelnen LAG einen gesonderten Fördertopf mit weiteren Mitteln bereit. Diese bayernweit einzigartige Möglichkeit, viele Finanz-Töpfe der EU und des Landes in den kommenden Jahren zu nutzen, wurde durch eine frühe und enge Zusammenarbeit aller Gemeinden Südost-Oberbayerns ermöglicht, so der zuständige LEADER-Manager Sebastian Wittmoser.

Nun gilt es für die LAGen aber auch die „neuen Nachbarschaften“, die vielen guten Ansätze und Ideen der Lokalen Entwicklungsstrategien zur Umsetzung zu bringen, um damit eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung der Heimat zu gestalten, so Minister Brunner. Wie auch in der vergangenen Förderperiode ist die Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung des ländlichen Raums das Zusammenwirken aller Kräfte – vor allem die intensive Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern.

Ganz im Sinne des Leader-Mottos „Bürger gestalten ihre Heimat“, kamen bereits die Vertreter der LAGs Kamm, Reithmeier und Schupfner mit den Bürgern der Streuobstinitiative e.V. zusammen, die erste Kooperation miteinander vorzubereiten. Der Festakt im Staatsministerium markiert den offiziellen Startschuss zur gemeinschaftlichen Umsetzung des Entwicklungsprogrammes im ländlichen Raum LEADER. Alle drei Vertreter der neu ausgezeichneten Förderregionen blicken optimistisch in die Zukunft und freuen sich auf die Zusammenarbeit der Regionen und Bürger der Heimat Traunstein, Rosenheim und Altötting.

LAG Chiemgauer Alpen

b_150_100_16777215_00_images_BILDER_Frderkulisse-LEADER2014-2020.jpgHier finden Sie die Förderkulisse im PDF-Format

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